Als ich zurück in Deutschland war, fragten mich viele Leute: „Und, wie war Amerika?“.
Das lässt sich in einem Satz schwer beantworten. Vielleicht höchstens mit einem „hätteste mal meinen Blog gelesen“.
Wer das fleißig getan hat, weiß aber, dass einige meiner 37 Artikel aus insgesamt 11 Kategorien auch nicht immer kurz ausgefallen sind. In den 420 Tagen bzw. rund 10.000 Stunden habe ich einfach so viel erlebt, dass man das schwer mal eben zusammenfassen kann.
Zum Erinnern helfen mir heute zumindest mehr als 1000 Fotos, die ich während meines Aufenthalts geschossen habe.
Aber naja, wie war denn jetzt nun dieses Amerika?
Ich finde die Frage sollte eher lauten „wie war mein Aufenthalt“ oder „was habe ich erlebt/gelernt“, denn über Amerika an sich aus der Perspektive einer einzigen Person zu berichten, scheint mir ein wenig zu subjektiv. Zumal Miami eher als hispanisches USA gilt und gesondert betrachtet werden muss.
Die erste Zeit:
Ohne irgendjemanden vor Ort zu kennen, ohne jemals dort gewesen zu sein, ohne genau zu wissen, wo ich wohnen und was ich machen werde, packte ich Juli 2010 meine Koffer und flog nach Miami, um dort einen Freiwilligendienst im Kinderheim „His House“ zu leisten.
Dass das an sich schon mal eine gute Erfahrung ist, die die Selbstständigkeit fördert, dürfte wohl jedem klar sein.
Schnell stellte sich heraus, dass das Kinderheim deutlich religiöser ausgerichtet war, als ich dachte (z.B. –> hier <– zu lesen). Im Sommercamp wurde gebetet, bevor die Kinder eintrafen, bevor wir auf einen Ausflug fuhren, nachdem wir vom Ausflug heil zurück kamen und natürlich vor dem Essen.
Für jemanden wie mich, der vorher erst ein Mal in seinem Leben mit seiner Familie an Weihnachten in der Kirche war, war das eine große Umstellung, die vor allem mein Verständnis und meine Toleranz für andere Menschen trainierte.
Denn zu diesem Zeitpunkt war es schon etwas komisch für mich, mit Erwachsenen einen Kreis zu bilden und Händchen zu halten, während diese dann – um es provokativ auszudrücken – mit ihrem unsichtbaren Freund reden.



Als sei dieser Kulturschock nicht genug, musste ich feststellen, dass ich der einzige Freiwillige war, der auf dem Campus lebte. Es gab zwar noch andere „volunteers“, diese waren aber Einwohner aus Miami, die z.B. ein Mal die Woche in einem bestimmten Haus für 3 Stunden halfen. Da ich jede Woche in einem anderen Haus Abendbrot aß, konnte ich so also auch keine Kontakte knüpfen.
Also fing ich an, “Life Gate Christian Center“, die Kirche auf dem Campus des Kinderheims zu besuchen, wo ich zwar warm aufgenommen wurde, aber kaum Leute aus meiner Altersgruppe fand. Da ich nach 7 Wochen doch ein wenig mit Einsamkeit (nicht zu verwechseln mit Heimweh) zu kämpfen hatte, begann ich – einzig allein, um endlich Freunde zu finden und nicht etwa, um mehr über das Christentum zu lernen – an der „college group“ oder „small group“ der „IBB“-Kirche, in die auch ein Sohn einer der Angestellten ging, teilzunehmen. Über meinen ersten Besuch dort schrieb ich damals einen Artikel.



—————————————————–
IBB „Small Group“, Couch Surfing und Hockey:
Dieser Gruppe beizutreten war mit Abstand die beste Entscheidung, die ich in Miami getroffen habe, weil ich sonst niemals die „Welt außerhalb der Zäune des Kinderheims“ gesehen hätte. Denn ich lebte um genau zu sein in Miami Gardens, was sowas wie das Brandenburg von Berlin ist, sprich: mit dem Bus hätte ich mehr als 2 Stunden zum „richtigen“ Miami gebraucht, worauf ich alleine auch keine Lust hatte (generell lassen die öffentlichen Verkehrsmittel in Florida zu wünschen übrig).
Aus diesem Grund verließ ich innerhalb von 12 Monaten lediglich zwei Mal den Campus auf eigene Faust, was nicht heißt, dass ich nicht viel erlebte! Denn durch die oben erwähnte „small group“ der IBB-Kirche lernte ich schließlich viele neue Freunde kennen, mit denen ich noch heute in Kontakt stehe.
Gemeinsam gingen wir bowlen, zu einer Autoshow, einem Baseball-Spiel, einer Bar mit live Blues-Musikern und einem deutschen Oktoberfest (!), sahen den Superbowl, hatten Spaß an einem Spiele-Abend und feierten meinen 20. Geburtstag, Silvester und den Unabhängigkeitstag. Sogar eine Strandtaufe durfte ich miterleben…



Ein paar Leute lernte ich außerdem noch über Couch Surfing, eine Internetplattform für Reisende, kennen (das Prinzip erklärte ich in einem früheren Artikel). Diese spazierten mit mir z.B. entlang des berühmten South Beach, nahmen mich mit auf den Schießstand, besichtigten gemeinsam mit mir „Villa Vizcaya“ oder zeigten mir Little Havanna.



Mit einem von Ihnen freundete ich mich sogar so gut an, dass wir an Halloween gemeinsam eine Reise zu „Halloween Horror Nights“ in den Universal Studios in Orlando unternahmen (und auf dem Hinweg eine Panne mit dem Auto hatten).



Im Dezember schloss ich mich einer Feldhockeymannschaft an, wobei ich am Training ab Frühling nur noch selten teilnahm, da ich bei dem schwül-drückenden Wetter fast immer mit Kopfschmerzen nach Hause kam – egal, wie hydriert ich mich hielt. Fürs Sport treiben kann ich Miami also nicht empfehlen…


—————————————————–
Abhängigkeit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten:
Obwohl ich meist jemanden fand, um einen Ausflug zu machen, saß ich an manchen Wochenende halt doch alleine zu Hause. Dann den Bus zu nehmen hätte zu viel Zeit gekostet, da wie gesagt alle Touristenattraktionen weit vom Kinderheim entfernt sind und viele von ihnen schon um 17 Uhr an den Wochenenden schließen.
Diese Abhängigkeit machte mir manchmal schwer zu schaffen. Mal eben schnell zu Walmart fahren ging halt nicht. Ich musste mich immer nach anderen Menschen richten oder meine Freunde anrufen, was ich dann aber doch nicht so oft tat, da ich sie nicht ausnutzen wollte. Das ging mir echt auf die Nerven…
Zumindest meine Lebensmittel bekam ich jeden Donnerstag geliefert, nachdem ich dem Kinderheim wöchentlich durch eine E-Mail mitteilte, was ich brauche. Diese Lieferungen waren manchmal aber nur halb vollständig oder kamen einige Male gar nicht an. Außerdem war es im Voraus nicht immer leicht, alles genau abzuschätzen. Versteht ihr jetzt, warum mich die Abhängigkeit störte?
—————————————————–
Kirche und Glaube:
Da ich zwei Kirchen im Wechsel besuchte und fast all meine Freunde Gläubige waren, setzte ich mich während meines Aufenthalts automatisch mit dem Thema Glaube, Gott und Christentum auseinander. Hierzu öffnete ich mich den religiösen Ansichten meiner Freunde und hinterfragte diese kritisch. Ein Jahr lang lebte ich „unter ihnen“ und studierte ihre Ideologie.
Dabei beobachtete ich, dass sie stets aus reiner Nächstenliebe und Überzeugung handeln, mich als Nichtgläubigen nie verurteilten und sich nicht als „besser“, als andere Menschen sehen. Andersherum gibt es leider viele Vorurteile gegenüber Christen in der Gesellschaft.
Ebenfalls möchte ich betonen, dass ich nie das Gefühl hatte, dass mir irgendjemand versuchte, die Religion aufzuzwingen. Klar sprachen mich Freunde hin und wieder darauf an, aber nur weil sie sich Gedanken um mich machten (nach christl. Sicht landet jeder, der Jesus vor seinem Tod nicht als persönlichen Herr und Erlöser „akzeptiert“, in der Hölle und brennt für die Ewigkeit).
Als dann aber die Mitglieder der sehr fundamentalistisch ausgerichteten Kirchen von der Schöpfungslehre (über die ich mir einen Vortrag anhörte), der angeblich vor 4000 Jahren stattgefundenen Sintflut, der vorgeschriebenen Keuschheit und dem Ende der Welt redeten, fragte ich mich zeitweilig doch, wo ich gelandet bin. Die Chefin vom After-School-Program nannte Homosexualität sogar eine „vererbbare Krankheit“…



Glaube hin oder her: besonders die „IBB small group“ half mir, ein besserer Mensch zu werden. Schließlich stimmen alle christlichen Werte, die von Gläubigen angestrebt werden, mit den Sozialkompetenzen, die ein Mensch idealerweise besitzen sollte, überein.
—————————————————–
Arbeit im Kinderheim:
Nur die wenigsten der Kinder, die im Kinderheim leben, sind Waisen. Die meisten wurden eingewiesen, da in ihrer Familie (also nicht zwangsweise an ihnen) einer der Fälle auftrat: Gewalt, Drogenkonsum, Vergewaltigung, Festnahme oder starke Vernachlässigung oder sie wurden vom Sozialamt der Familie weggenommen, um genau diese Sachen zu verhindern.
Ich habe so einige traurige Schicksale mitbekommen. Dass ich nicht zaubern und diese Geschehnisse rückgängig machen kann, war mir durchaus bewusst. Deshalb sah ich die Vergangenheit als abgeschlossen und blickte positiv in die Zukunft, denn ich leistete ja meinen Freiwilligendienst, um den Kindern zu helfen, sie glücklich zu machen und ihnen Liebe zu schenken, damit sie ein besseres Leben haben. Als Helfer jeden Tag über das Geschehene Anderer zu trauern; das würde nicht viel verbessern.
—> Resultat davon ist nämlich, dass die Kinder zu sehr zu Opfern gemacht werden. Das sind sie zwar einerseits, andererseits muss man ihnen das aber nicht jeden Tag auf die Nase binden. Weil dann glauben sie, dass ihnen die Welt ALLES schuldet, weil sie ja so viel verpasst haben. So funktioniert das Leben aber leider nicht.

Eins wurde mir bewusst: Kinder zu lieben, bedeutet auch, sie konsequent zu bestrafen. Das ging meiner Meinung nach im Kinderheim manchmal unter. Nach dem Motto „the poor kids have gone through so much…“ („die armen Kinder mussten so viel durchmachen“), kamen sie besonders in der Schule (gehört mit zum Kinderheim) oft ohne richtige Bestrafung davon, an Weihnachten gab es übermäßig viele Geschenke und trotz Fehlverhalten wurden sie fast nie von eigentlich belohnenden Ausflügen/Aktivitäten ausgeschlossen.
Dennoch muss ich an dieser Stelle betonen, dass sich im Kinderheim mit unglaublich viel Liebe und Fürsorge um die Kleinen gekümmert wird und “His House” wirklich ein Ort ist, an dem “Wunden heilen”.
Während meines Aufenthalts sah ich Kinder kommen und gehen. Einige Male war ich sogar vor Ort, als sie frisch ankamen. So auch bei zwei Geschwistern, die von der Mutter so vernachlässigt wurden, dass sie in der motorischen und sprachlichen Entwicklung verspätet waren. Ich weiß noch genau, wie der damals dreijährige Junge einfach auf dem Fußboden saß, niemanden anguckte und selbst als man ihn kitzelte nicht einmal lächelte.
Tage später lachte er dann zum ersten Mal, als er sich in einem Autospiegel sah. In den folgenden Monaten übte ich mit ihm das Laufen und Sprechen und durfte beobachten, wie wieder Leben in sein kleines Herz kam und er sich zu einem aufgeweckten Kind entwickelte, das am Ende meines Aufenthalts sofort meinen Namen rief und mir entgegen rannte, wenn es auch nur aus der Entfernung meine Stimme hörte.
Diese und weitere schöne Momente mit den Kindern lehrten mich, den Augenblick zu genießen und im jetzt zu leben. Außerdem weiß ich heute meine Familie und Erziehung viel mehr zu schätzen.
Hin und wieder musste ich dann doch mal schlucken. Z.B. sollten die Kinder in der Vorschule zum Valentinstag auf ein ausgeschnittenes Herz aufschreiben, was für sie Liebe bedeutet. Ein Waisenjunge aus Haiti schrieb „Love is having my mom in my heart even though she died.“ (“Liebe ist, dass ich meine Mama in meinem Herzen habe, obwohl sie gestorben ist”).

—————————————————–
Arbeit in der Schule des Kinderheims:
Um zu erahnen, dass es nicht leicht ist, mit diesen „special needs children“ zu arbeiten und dass sie Verhaltensauffälligkeiten aufweisen, dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein.
Dementsprechend hart war meine Arbeit in der Schule des Kinderheims, in der ich anfangs 45 und dann nach Gesprächen darüber, was man in Deutschland unter „40 Stunden Vertrag“ versteht, 43 und schlussendlich 40 Stunden pro Woche verbrachte. Darauf vorbereitet wurde ich in speziellen Fortbildungen.
Diese konnte ich gut gebrauchen, denn so respektlose und freche Kinder, wie ich sie dort antraf, hatte ich in meinem Leben nie zuvor gesehen. Ich wurde von 2. Klässlern beleidigt und beschimpft; ich solle zurück nach Deutschland gehen.



Wie gesagt ist daran aber teilweise die Schule selbst schuld, da sie sich wie oben erwähnt zu viel gefallen lässt von den Kindern. In einer Klasse hat der Lehrer z.B. überhaupt keine Autorität mehr über die Schüler. Dort regierten die Pimpfe. Ich habe gesehen, wie gut erzogene Kinder, die neu in die Schule kamen, sich nach und nach schlechter benahmen und welche Auswirkung es auf Schüler hat, wenn sie wissen, dass es fast keine Konsequenzen für ihr Verhalten hat.
Über dieses Phänomen und den Versuch, zu erklären, warum sich Kinder in der Schule schlecht benehmen, schrieb ich damals mit viel Mühe einen Artikel.
Da keine Erfahrung eine schlechte Erfahrung ist, habe ich auch davon etwas gelernt: und zwar, wie weit ich es später als Lehrer auf jeden Fall nicht kommen lassen werde.
Darüber hinaus habe ich ein „dickes Fell“ bezüglich des Themas misbehavior (Ungezogenheit) bekommen und bin gut für meinen zukünftigen Beruf als Lehrer vorbereitet – denn so leicht kann mich ein Schüler jetzt nicht aus der Fassung bringen…
—————————————————–
Weitere Highlights:
Ein ungewolltes, tropisches Erlebnis verlieh mir dieser Kamerad hier:


Jep, eine Schlange. Eines Abends erschreckte mich doch wirklich eine Schlange auf dem Fußboden meines Schlafzimmers.
Im Februar rette ich einem Lehrer in letzter Minute das Leben. Was geschah könnt ihr –> hier <– lesen!

Natürlich gab es auch positive Highlights. Und zwar kamen mich im März meine Eltern besuchen und begaben sich mit mir auf eine zweiwöchige Florida Rundreise und im Mai schauten meine Tante und ihr Mann auch vorbei!



Ich sah das wahrscheinlich am stärksten dekorierte Haus (Halloween / Weihnachten) und (am Memorial Day) den patriotischsten Kuchen in ganz Miami:



Im November lud mich eine Familie aus der Kirche zu einem traditionellen Thanksgiving Dinner ein.



Um für ein paar Tage abzuschalten, besuchte ich im Dezember New Orleans, die Stadt des Jazz. Dabei war der Hinflug ein Erlebnis an sich und auch beim Rückflug gab es – eigenverschuldete – Komplikationen.



Im April nahm ich an einem besonderen Event der IBB-Kirche teil: ich fuhr mit meinen Kumpels zum Lake Placid für ein „retreat“. Was genau das ist, steht –> hier <–.



Auch kulinarisch gab es eine Überraschung: Jede Woche aß ich im 4-Wochen-Rhythmus in einem anderen Haus auf dem Campus Abendbrot.
Als das Haus, in dem die Kinder aus Haiti untergebracht sind, mal wieder an der Reihe war, wurden mir Hähnchenfüße serviert. Das sah zwar komisch aus und auch das Ablutschen der einzelnen „Finger“ war ein wenig gewöhnungsbedürftig, schmeckte aber sehr gut!

Nie vergessen werde ich, wie ich zwei Mal für je 8 Stunden einen Polizisten auf seiner Streife und für 5 Tage einige Sozialarbeiter u.A. bei Hausbesuchen begleiten durfte.

Ich lernte den weltberühmten Verschwörungstheoretiker Andrew Meyer und seine Freundin kennen bzw. befreundete mich mit ihnen. Sie gingen mit mir zur berühmten Ocean Drive und nahmen mich mit auf eine kleine Kanu-Tour, in eine Reggae Bar und zu einem Kabbalah-Center.


—————————————————–
Baltimore:
Im Anschluss an meinen Freiwilligendienst in Miami, half ich einen Monat lang im Sommercamp einer Kirche in Baltimore aus.
Dort hatte ich die Ehre, den Bischof von Maryland, seine nette Frau und ihren Sohn kennenzulernen, startete mit etwas Hilfe meine ersten Kochversuche und erhielt die Gelegenheit, die Ansichten der Baptisten mit denen der Lutheraner zu vergleichen.



—————————————————–
Reisen:
Um meinen USA Aufenthalt abzurunden, besichtigte ich Washington, Philadelphia und New York City, wo ich die Auswirkungen des Hurrikane Irene zu spüren bekam.



===============================
Wenn ich mein Leben noch ein Mal leben könnte, würde ich dann alles noch mal genauso machen… äh… ich meine… würde ich dann wieder das gleiche FSJ machen?
Auf jeden Fall! Ich bereue meine Entscheidung keineswegs und denke sehr gerne an die schöne Zeit zurück. Ein Ort mit besseren öffentlichen Verkehrsmitteln wäre allerdings nächstes Mal ganz schön.
Mein Aufenthalt gab mir die Möglichkeit, einen einmaligen Einblick in die US-Kultur zu erhalten, noch mehr Erfahrung im Umgang mit Kindern zu sammeln und natürlich meine Sprachkenntnisse stark zu verbessern.
Eine humoristische Sache noch zum Schluss:
Das erste, was wir in der Grundschule in Englisch lernen, war „he, she, it, das ‚s‘ muss mit“ und dass für die Mehrzahl „ihr“ im englischen lediglich „you“ verwendet wird.
Beide Regeln scheinen im amerikanischen Slang überhaupt nicht zu existieren. Sätze wie „Ya guys come over here“, „What’s wrong with ya“ oder „He ain’t like to talk” sind dort an der Tagesordnung. Auch doppelte Verneinungen wie “We don’t have no food“ werden gerne verwendet.
Neu für mich war, dass „I am going to tell on you!“ („Ich werde dich verpetzen!“) nicht nur verkürzt werden kann auf „I’m gonna tell on you!“, sondern sogar auf „I’m ‘a tell!“ – täglich zu beobachten, wenn man den Kindern zuhört…
Und wie geht’s nun weiter?!
Gerade mal 4 Wochen, nachdem ich zurück in Berlin war, packte ich erneut meine Koffer, um mein nächstes Abenteuer zu starten: ich werde Vermittlungswissenschaften (der Bachelor, den man zum Master Lehramt braucht) mit den Fächern Musik und Englisch an der Universität Flensburg studieren!!
Bevor es aber morgens mit dem Auto losging, zerschnitt ich symbolisch mein Armand, das ich seit Juni 2009 trug. Damals arbeitete ich als Betreuer in einem Kinderferienlager und realisierte, dass ich mein Leben lang mit Kindern arbeiten möchte. Deshalb beschloss ich, das Armband solange zu tragen, bis ich eine Zusage für einen Studienplatz habe.



Nun geht dieser Traum in Erfüllung und es beginnt ein neuer Lebensabschnitt.
Wer wissen will, wie die Uni mit dem schönsten Campus Deutschlands aussieht, kann –> hier <– eine Bildergalerie sehen.
Somit endet mein Blog hier.
Ich bedanke mich bei insgesamt rund 10.000 Lesern!










Hallo Dennis, vielen Dank für diese schöne Zusammenfassung Deines FSJ in Miami. Es ist wunderbar, zu lesen, dass Du es wieder genauso machen würdest und tatsächlich kann man sagen, dass man sich eine bessere Vorbereitung auf Deinen zukünftigen Beruf gar nicht vorstellen kann.
Ich wünsche Dir den vollen Erfolg für den neu begonnen Lebensabschnitt und gratuliere zu dem schönen Studienort!
Alles Liebe und Gute
Sabine
Von: Sabine Jahnke am 9. Oktober 2011
um 19:49