Verfasst von: kinginmiami | 8. Mai 2011

Florida Rundreise

Nachdem ich meine Eltern 8 Monate lang nicht gesehen hatte, kamen Sie mich Mitte März besuchen. Zunächst übernachteten sie für 4 Tage in meinem Haus im Kinderheim. Das gab mir die Chance, ihnen die Schule zu zeigen und einige der “Familien” auf dem Campus vorzustellen, sie in die Kirche(n) mitzunehmen und ihnen meine Freunde vorzustellen.
Es war schon ein komisches Gefühl, sie nach solch einer langen Zeit zum ersten Mal wieder zu sehen…
elternmietwagen

Mit einem Mietwagen ging es dann auf zweiwöchige Florida-Rundreise. Um den Artikel interessant zu halten, werde ich nur grob von den wichtigsten Stopps berichten.
Die Rundreise an sich startete mit drei Tagen Miami. Gemeinsam besuchten wir u.A. „Bayside Marketplace“, machten eine Bootstour, fuhren an den Hollywood Beach, sahen uns den „Ocean Drive“ in South Beach an, aßen im Hard Rock Café und gingen auf ein großes Reggae Festival, bei dem vier der Marley-Brüder einen gemeinsamen, unvergesslichen Auftritt hatten.
miami bayside marketplacedowntown miamimiami downtownmiami ocean driveMiami Ocean Drivemiami hollywood beach
reggae festival miami baysidemiami hollywood beachmiami ocean drivemiami beach

Sehr beeindruckend fand ich außerdem das Holocaust-Mahnmal in South Beach:
Miami Beach HolocaustMiami Beach Holocaust DenkmalMiami Beach Holocaust Denkmal

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Ein Abstecher in die Everglades, um die eigentliche Natur Miami’s auf einem Airboat zu erleben, musste natürlich auch sein. In einer Alligator-Show wurde uns anschließend erklärt, dass die Everglades der einzige Ort auf der Welt ist, in dem sowohl Alligatoren, als auch Krokodile leben.
miami everglades wildlifeeverglades airboatmiami everglades wildlife alligator

Als Zwischenstopp auf dem Rückweg ins Hotel in Miami Beach bot sich das Gold Coast Railroad Museum an, in dem der originale US-Präsidentenwagen ausgestellt ist. Außerdem gibt es dort einen Nachbau des TV-Charakters „Thomas der Zug“ zu sehen!
präsidentenwagen USApresident of USA labelmiami thomas the train

Dann war es so weit: wir verließen „meine Stadt“ Richtung Norden, übernachteten in Cocoa Beach und fuhren am nächsten Tag zum Kennedy Space (Visitor) Center nahe Cape Canaveral – der Ort, an dem alle NASA-Raketen und -Shuttles starten und zum Teil auch wieder landen. Neben informativen Videos und Modellen, einer Bustour auf dem Gelände, zwei IMAX Filmen, einem Raketenstartsimulator und einer Aussichtsplattform gibt es dort einen Nachbau der gigantischen 111 Meter langen Saturn V Rakete und ein begehbares Replikat der Raumfähre „Explorer“ zu bestaunen.
Saturn VSaturn Vkennedy space center

Als nächstes standen die Universal Studios in Orlando auf dem Programm. Für 55 Euro pro Person zwar wirklich kein günstiges Ferienerlebnis, dafür aber auch jeden Cent wert! Besonders „The Simpsons Ride“ hat meinen Eltern und mir als Simpsons-Fan besonders gefallen. Da wir in der „Mardi Gras“-Zeit (ähnlich dem deutschen Karneval) den Erlebnispark besuchten, hatten wir den Vorteil, dass die Öffnungszeiten länger waren und es abends eine tolle Parade gab.
orlando universal studiosorlando universal studios simpsons rideorlando universal globe

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Am nächsten Morgen machten wir einen kleinen Spaziergang in den wunderschönen Wekiva Springs State Park, bevor wir weiter zur im Jahr 1565 von Spaniern gegründeten (und damit der in den USA ältesten) Stadt St. Augustine fuhren.

Neben einer schönen „Altstadt“ im Stil der Kolonialzeit kann man dort das „Castillo de San Marcos“ Monument – das älteste Steinfort (gebaut 1672-1695) der USA – besichtigen. Wir hatten Glück und durften eine der seltenen Kanonen-Demonstrationen erleben. Dies war der nördlichste Punkt unserer Rundreise.
Naturpark OrlandoCastillo de San MarcosCastillo de San Marcos

Auf dem Weg nach Süd-Westen hielten wir in „YBOR City“ (ein historischer Stadtteil von Tampa), an einem der wunderschönen Strände der Westküste und rasteten in einem Naturpark.
In St. Petersburg angekommen besuchten wir den gigantischen Pier, für den die Stadt bekannt ist, und am Folgetag das weltberühmte Salvador-Dali-Museum. Dali war ein exzentrischer, aber hochbegabter Künstler aus Spanien, der auf Grund seiner kritischen, sehr gewagten surrealen Kunst während des Nazi-Regimes in die USA flüchtete. Im Anschluss machten wir uns dann auf den Weg zu unserem Hotel in Fort Myers.
Strand nahe Fort MyersBlick vom Pier in St. PetersburgSalvador Dali Museum

Am nächsten Morgen mussten wir gleich früh raus, da wir an diesem Tag rund 500 Kilometer zu fahren hatten.
Auf der Hälfte der Strecke stoppten wir am „Fruit and Spice Park“ in Homestead, in dem auf 40 Hektar ganze 500 verschiedene Früchte, Kräuter, Gewürze und Nüsse aus der ganzen Welt wachsen. Auf einer kleinen Tram-Bahn wurden wir durch die ganze Anlage geführt und durften Früchte probieren, von denen ich noch nie zuvor in meinem Leben gehört hatte…
Fruit and Spice Park Miami HomesteadFruit and Spice Park HomesteadFruit and Spice Park Homestead

Südlichster Punkt unseres Trips und gleichzeitig südlichste Stadt der kontinentalen USA, war das berühmte, tropische Key West. Die Insel ist nur über eine Autobahn erreichbar, die von Insel zu Insel und an einer Stelle 11 Kilometer über das reine Meer führt (Seven Mile Bridge). Gerademal 145 Kilometer nördlich von Havanna, diente Key West vielen kubanischen Politikern als Exil. Kein Wunder also, dass Key West einst der größte Produzent von Zigarren in den USA war.
Key West Southern Most Point
Aber auch Amerikaner wussten den Charme der Stadt mit ihrer Architektur aus dem 19. Jahrhundert und Häusern im bahamischen Stil zu schätzen. Ernest Hemingway lebte dort z.B. in seinen produktivsten Jahren und sogar Harry S. Truman hatte dort ein „Kleines Weißes Haus“.
Key WestKey Westkey west
Am berühmtesten ist Key West allerdings für seinen Sonnenuntergang, beziehungsweise die Partys, die dort jeden Abend gefeiert werden. Die ursprünglichen Hippie-Trommel-Kreise wurden über die Jahre in einem der beliebtesten Reiseziele der USA selbstverständlich kommerzialisiert. Heute findet man dort Jongleure, Musiker, Wahrsager und weitere Entertainer, als auch Verkaufsstände. Dennoch eine sehr schöne, einmalige Atmosphäre.
key west comedianfortune teller key west sunsetkey west sunset

Interessant war der Besuch eines Friedhofs, der besonders für einige der Grabsprüche berühmt ist. Auf dem Grabstein einer zu ihrer Zeit bekannten Hypochonderin steht „I told you I was sick“ (frei übersetzt „Ich habe dir doch gesagt, dass ich krank bin“). Humorvoll steht über der Grabkammer einer anderen Frau „I’m just resting my eyes“ („Ich ruhe nur meine Augen aus“).

Und plötzlich mussten wir uns auch schon wieder auf den „Heimweg“ nach Miami machen. Als Zwischenstopp bot sich diesmal eine Fahrt auf einem Glasbodenboot in Key Largo im John Pennekamp Coral Reef State Park an.
key largo Mangrovenwaldkey largo on glass bottom boat

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Zusammengefasst hatten wir eine sehr schöne Zeit und jede Minute miteinander genossen…

Diese Diashow benötigt JavaScript.


Für die Übersichtlichkeit habe ich jetzt einzelne Fotoalbmen erstellt und rechts auf die Seitenleiste verlinkt.
Dort sind auch noch viel mehr schöne Bilder von der Florida Rundreise zu sehen!!!


Antworten

  1. Hallo Dennis, danke für den tollen Reisebericht! Mich hätte am meisten der Fruit and Spices Park interessiert, glaube ich. Vor allem, wenn man alles probieren darf. Und die Raketen bei Cape Canaveral, das muss schon ein Erlebnis sein, die mal zu sehen und zu begehen. Alles in allem habt Ihr ja wirklich viel gesehen und eine gute Auswahl getroffen!
    Viele Grüße aus Berlin sendet Dir Sabine und wünsche Dir noch viele schöne Erlebnisse für die verbleibende Zeit!


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