Verfasst von: kinginmiami | 20. März 2011

Vizcaya, wilde Tiere und Essen

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Um die Frage, die beim Anblick dieser Fotos aufkommt, zu beantworten: ja, ich bin immer noch in Miami. Zu sehen ist „Vizcaya Museum & Gardens“, eine dreistöckigen Villa, umgeben von vier Hektar Garten je im Stil der italienischen Resaissance.

James Deering, Firmenerbe und pensionierter Vizepräsident der International Harvest Company, hatte eine Leidenschaft für die europäische Renaissance und ein Vermögen zur Verfügung. Also erwarb er Anfang des 20. Jahrhunderts 73 Hektar Land in „Coconut Grove“ Miami und lies sich eine Winterresidenz erbauen.
Die Villa sollte aussehen, als ob darin eine italienische Aristokratenfamilie seit dem 16. Jahrhundert wohnte und wurde innerhalb von fünf Jahren von einer Armee aus 1000 Arbeitern – zehn Prozent der damaligen Bevölkerung – erbaut. Sie ist ausgestattet mit wertvollen Möbeln, Teppichen, Bildern, Skulpturen etc. aus dem 15. bis 19. Jahrhundert.
viscaya miami bootvizcaya museum and gardens
Deering wurde krank und starb 1925; nur ca. zwei Jahre nachdem seine Gärten fertiggestellt wurden. Im Folgejahr beschädigte ein Hurrikan die Villa schwer, sodass die Wiederaufbau- und Unterhaltungskosten die Erben zum Verkauf von elf Hektar zwangen.
Im Austausch gegen eine Millionen Dollar übergaben sie 1952 dann schließlich das restliche Anwesen dem Dade County, das für die Renovierung sorgte und die Villa ein Jahr später als Museum öffnete.

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Es ist immer wieder interessant, welche “wilden Tiere” man auf dem Schulhof antrifft… Im rechten Bild sind Bruchteile eines riesigen Bienenkorbs, der von einem der Bäume auf dem Schulhof entfernt werden musste, zu sehen.
wildes tier auf schulhofteile eines bienenkorbs auf dem schulhof

Apropos Tiere: beim Abendessen im “Haitian House” (dem Haus, in dem Kinder aus Haiti untergebracht sind; manche von ihnen mit Verletzungen vom Erdbeben) ist mir ein ganz anderes Tier begegnet:
chicken feet
Ja, das auf dem Foto sind Hühnchen-Füße, die man abnagt und den Saft aus den Knochen saugt! Ein paar Wochen zuvor wurden mir dort bereits Fischköpfe serviert.
Wo wir gerade schon beim Essen sind: ich habe mich bei Walmart mal auf die Suche nach halbwegs gesundem Brot gemacht. Das Resultat war wie erwartet eher enttäuschend – ein vieeel zu luftiges und biegbares, weiches Brot.

Ein paar Tage später lief ich dann wiedermal durch die Spendenkammer des Kinderheims und war gut überrascht, als ich von einer Supermarkt-Kette gespendete Schrippen (Für alle Nicht-Berliner: das sind längliche “Brötchen” mit einem Schlitz in der Mitte. “Brötchen” nennen wir vor allem, was rund ist und ein Kreuz hat…) fand. Diese werden hier unter dem Namen “Chicago Hard Rolls” geführt und sind lange nicht mit guten Berliner Schrippen vergleichbar (was wahrscheinlich auch daran lag, dass sie bereits sehr pampig waren, als sie gespendet wurden).

brot von walmartschrippen in miami


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