Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten…?
In allen Hollywood-Blockbustern sieht man die Menschen ständig mit ihren Handys telefonieren, sei es beim Shoppen, einkaufen oder gar beim Auto fahren. Mobilität ist heut zu Tage das A und O. „Dann dürfte es ja eigentlich nicht so schwer sein, eine amerikanische SIM-Karte mit einem günstigen Prepaid-Angebot für mein Handy zu finden“, dachte ich mir. Also führte mich meine Reise zunächst zu Wallmart – schließlich verkaufen die da ja fast alles. Die Angestellten in der Elektronikabteilung waren sich allerdings nicht ein Mal sicher, ob man SIM-Karten überhaupt ohne ein Handy kaufen kann. In den USA ist es nämlich üblich, dass man ein „Prepaid-Handy“ oder ein Handy mit Vertrag (beide mit eingebauter SIM-Karte) kauft.
Deshalb schlugen sie mir vor, zu „Radio Shack“, einem speziellen Elektronik-Laden, zu gehen. Dort wollte man mir eine ATT&T SIM-Karte für 25 Dollar verkaufen, was mir ein wenig viel vorkam, weshalb ich zu einem privaten Telefonladen, der T-Mobile-Produkte führt (also kein offizieller T-Mobile-Store), ging, um die Preise zu vergleichen. Der Verkäufer allerdings sah in mir bestimmt einen ahnungslosen Touristen und bot mir lediglich eine überteuerte SIM-Karte für 37 Dollar an.
Nachdem ich die Tarife verschiedener Anbieter im Internet verglichen hatte, entschied ich mich schließlich, zu einem naheliegenden ATT&T-Store zu fahren. Ich war sehr überrascht, als mir dort eine SIM-Karte kostenlos zu meinem Account dazu gegeben wurde. Nach vier Wochen war ich endlich wieder mobil! Jedoch im Verhältnis zu Deutschland mit einem recht teuren Prepaid-Tarif: 25 US-Cents pro Minute – egal, ob man jemanden anruft oder angerufen wird (das ist in USA aber generell so). Zumindest kann ich durch ein zusätzliches Feature für 5 Dollar 200 SMS pro Monat versenden.
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Wer mich mal ganz dringend erreichen muss, meine Handynummer ist: 001 786 489 8011. Für längere Telefonate ist es aber besser, mich in meinem Haus (Festnetz) anzurufen: 001 305 430 0857. Empfehlen kann ich dafür www.billiger-telefonieren.de. Da zahlt man im Schnitt zwischen 0,5 und 2 Cent pro Minute. Oder einfach auf www.peterzahlt.de gehen und kostenlos telefonieren… Über einen Anruf aus dem schönen Berlin freue ich mich immer… ![]()
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Günstige Prepaid-Angebote von 9 oder weniger Cent pro Minute (wie z.B. Aldi Talk, Congstar, Blue, etc.) sucht man hier allerdings vergeblich; da liegt USA wirklich hinter Europa. Die meisten Personen haben aber ohnehin eine Flatrate. Unbegrenzt telefonieren im Land der unbegrenzten Möglichkeiten – die Amis mögen es einfach nicht, wenn man ihnen Grenzen setzt. Ganz nach dem Motto kann man hier sein Kind benennen, wie auch immer man möchte. In den letzten 6 Wochen habe ich z.B. schon Namen gehört, wie Mercy (Gnade), Wonderful (Wundervoll), Paradise (Paradis), Jesus, Miracle (Wunder), Grace (Gunst), etc, etc… Wenn man wollte, könnte man sein Kind rein theoretisch auch „Banane“ nennen. Einzigartigkeit spielt in der Kultur eben eine große Rolle.
Vorbereitung auf die Schule
Diese Woche hatte ich zunächst eine Fortbildung rund ums Thema Verhalten mit dem Schwerpunkt auf Kindern mit „besonderem Hintergrund“. Diese beinhaltete unter anderem, warum sich Kinder nicht benehmen, wie man sie dazu bringt, sich zu benehmen und wie man reagiert, wenn sie es eben nicht tun. Außerdem hatte ich an zwei Tagen je 5 Stunden „Non-Violent Crisis Intervention Training“, also auf gut Deutsch: gewaltloses Kriseninterventions-Training. Neben der Theorie wurden uns dort u.a. Praktiken gelehrt, wie man Tritte und Schläge abblockt, einen ausrastenden Jugendlichen zu zweit unter Kontrolle hält und wie man sich befreit, wenn man gebissen oder an den Haaren gezogen wird.
Jetzt dürfte ich also hoffentlich gut auf das Schuljahr als „Teacher’s aid“ und Betreuer im After-School-Programm vorbereitet sein. ^^ Obwohl eigentlich nur ca. 20% der Schüler der „His House Academy“ aus dem Kinderheim sind, wurde ich von mehreren Leuten gewarnt, dass die Arbeit mit den Kindern eine große Herausforderung sein kann. Denn was die Kinder aus der Umgebung von den “His House Kids” unterscheidet, ist manchmal leider nur, dass sie ihren Eltern noch nicht weggenommen wurden – Miami Gardens ist nämlich nicht wirklich das Viertel der Schönen und Reichen in Miami…
Neben Verhaltensproblemen haben wir aber durch die „His House“-Kinder natürlich auch mit starken Defiziten zu kämpfen: ein Mädchen wurde z.B. in der Vergangenheit (hier im Bezirk) in einem Haus als Art Sklavin gehalten – heute ist sie 16 und kann weder lesen, noch schreiben..
Donnerstag fand in der Cafeteria des Hauptgebäudes eine Art Feier mit allen Angestellten statt, in der alle Personen, die in der Schule arbeiten werden, persönlich von der Gründerin und Direktorin des Kinderheims gesegnet wurden. Demnach dankte sie Gott auch dafür, dass er mich über den Ozean gebracht hat, um im Kinderheim zu helfen.
Ausflüge

Am Samstag war ich mit einer Familie für ca. 2 Stunden bei gefühlten 100° am Strand – Grad Fahrenheit natürlich (ca. 37° Celsius).
Abends sind wir dann zum Football-Game der „Miami Dolphins“ im „SunLife“-Stadion gegangen. Ein Glück wurde mir das Spiel nebenbei ein wenig erklärt, wodurch ich es in den groben Zügen verstanden habe. Wer mich kennt, weiß aber, dass ich es generell trotzdem langweilig finde, anderen Leuten beim Sport treiben zuzuschauen. Zumindest war im Stadion recht gute Stimmung…



Viel mehr habe ich bisher von Miami leider aber noch nicht gesehen, denn ohne ein Auto hat man hier wirklich ein Problem. Von Miami Gardens nach South Beach, wo die meisten Touristen-Hot-Spots sind, braucht man locker 2 1/2 Stunden mit dem Bus und sehr viel Geduld. Außerdem möchte ich noch ein wenig warten, bis ich ein paar mehr gleichaltrige Freunde gefunden habe (die eventuell auch ein Auto haben) – schließlich macht es nicht sonderlich viel Spaß, den ganzen Tag alleine durch die Stadt zu laufen. Ganz abgesehen davon, ist es gerade sehr heißt und es regnet/gewittert viel.
So, jetzt bin ich sehr gespannt auf meine erste Schulwoche, über die ich sicherlich viel zu berichten haben werde. Es ist schon ein komisches Gefühl, die Schulbank nicht mehr als Schüler drücken zu müssen…








Mr King! I did not uderstand any word of your website, but nice pictures! I am glad to know you are in USA, good luck there. And where are the pictures of Miami girl’s with bikinis???
See ya!
Von: Thiago (Chicago) am 25. August 2010
um 02:47
hallo kinginmiami,
wir sind durch eine ähnliche sim-karten-suche gegangen und schließlich bei t-mobile gelandet. die karte kostet 10 dollar (im internetshop billiger) und wenn man man 100 dollar guthaben kauft, telefoniert man für 10 cent/min. weiterer vorteil ist, dass das guthaben nicht so schnell verfällt wie bei anderen anbietern. nur zur info, falls dir 25 cent/min doch zu teuer werden oder das guthaben zu schnell verfällt. at&t hat allerdings auch eine bessere netzabdeckung- spielt aber in den größeren städten meist keine rolls.
interessantes blog übrigens, ich schaue ab und zu mal vorbei…
Georg
Von: stettnersinusa am 26. August 2010
um 00:18