Verfasst von: kinginmiami | 8. Oktober 2011

Ein zusammenfassender Abschlussbericht

Als ich zurück in Deutschland war, fragten mich viele Leute: „Und, wie war Amerika?“.
Das lässt sich in einem Satz schwer beantworten. Vielleicht höchstens mit einem „hätteste mal meinen Blog gelesen“.

Wer das fleißig getan hat, weiß aber, dass einige meiner 37 Artikel aus insgesamt 11 Kategorien auch nicht immer kurz ausgefallen sind. In den 420 Tagen bzw. rund 10.000 Stunden habe ich einfach so viel erlebt, dass man das schwer mal eben zusammenfassen kann.
Zum Erinnern helfen mir heute zumindest mehr als 1000 Fotos, die ich während meines Aufenthalts geschossen habe.

Aber naja, wie war denn jetzt nun dieses Amerika?

Ich finde die Frage sollte eher lauten „wie war mein Aufenthalt“ oder „was habe ich erlebt/gelernt“, denn über Amerika an sich aus der Perspektive einer einzigen Person zu berichten, scheint mir ein wenig zu subjektiv. Zumal Miami eher als hispanisches USA gilt und gesondert betrachtet werden muss.

Die erste Zeit:

Ohne irgendjemanden vor Ort zu kennen, ohne jemals dort gewesen zu sein, ohne genau zu wissen, wo ich wohnen und was ich machen werde, packte ich Juli 2010 meine Koffer und flog nach Miami, um dort einen Freiwilligendienst im Kinderheim „His House“ zu leisten.
Dass das an sich schon mal eine gute Erfahrung ist, die die Selbstständigkeit fördert, dürfte wohl jedem klar sein.

Schnell stellte sich heraus, dass das Kinderheim deutlich religiöser ausgerichtet war, als ich dachte (z.B. –> hier <– zu lesen). Im Sommercamp wurde gebetet, bevor die Kinder eintrafen, bevor wir auf einen Ausflug fuhren, nachdem wir vom Ausflug heil zurück kamen und natürlich vor dem Essen.
Für jemanden wie mich, der vorher erst ein Mal in seinem Leben mit seiner Familie an Weihnachten in der Kirche war, war das eine große Umstellung, die vor allem mein Verständnis und meine Toleranz für andere Menschen trainierte.
Denn zu diesem Zeitpunkt war es schon etwas komisch für mich, mit Erwachsenen einen Kreis zu bilden und Händchen zu halten, während diese dann – um es provokativ auszudrücken – mit ihrem unsichtbaren Freund reden.
Das Haus, in dem ich die ersten 10 Monate alleine lebteDas Haus, in dem ich die ersten 10 Monate alleine lebteIm "Miami Seaquarium" mit dem Sommercamp des Kinderheims

Als sei dieser Kulturschock nicht genug, musste ich feststellen, dass ich der einzige Freiwillige war, der auf dem Campus lebte. Es gab zwar noch andere „volunteers“, diese waren aber Einwohner aus Miami, die z.B. ein Mal die Woche in einem bestimmten Haus für 3 Stunden halfen. Da ich jede Woche in einem anderen Haus Abendbrot aß, konnte ich so also auch keine Kontakte knüpfen.
Also fing ich an, „Life Gate Christian Center„, die Kirche auf dem Campus des Kinderheims zu besuchen, wo ich zwar warm aufgenommen wurde, aber kaum Leute aus meiner Altersgruppe fand. Da ich nach 7 Wochen doch ein wenig mit Einsamkeit (nicht zu verwechseln mit Heimweh) zu kämpfen hatte, begann ich – einzig allein, um endlich Freunde zu finden und nicht etwa, um mehr über das Christentum zu lernen – an der „college group“ oder „small group“ der „IBB“-Kirche, in die auch ein Sohn einer der Angestellten ging, teilzunehmen. Über meinen ersten Besuch dort schrieb ich damals einen Artikel.
"Life Gate Christian Center", die Kapelle auf dem Campus des KinderheimsDer Pastor der Kirche "Life Gate Christian Center", seine Familie und ichDie "IBB" Kirche
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IBB „Small Group“, Couch Surfing und Hockey:

Dieser Gruppe beizutreten war mit Abstand die beste Entscheidung, die ich in Miami getroffen habe, weil ich sonst niemals die „Welt außerhalb der Zäune des Kinderheims“ gesehen hätte. Denn ich lebte um genau zu sein in Miami Gardens, was sowas wie das Brandenburg von Berlin ist, sprich: mit dem Bus hätte ich mehr als 2 Stunden zum „richtigen“ Miami gebraucht, worauf ich alleine auch keine Lust hatte (generell lassen die öffentlichen Verkehrsmittel in Florida zu wünschen übrig).

Aus diesem Grund verließ ich innerhalb von 12 Monaten lediglich zwei Mal den Campus auf eigene Faust, was nicht heißt, dass ich nicht viel erlebte! Denn durch die oben erwähnte „small group“ der IBB-Kirche lernte ich schließlich viele neue Freunde kennen, mit denen ich noch heute in Kontakt stehe.
Gemeinsam gingen wir bowlen, zu einer Autoshow, einem Baseball-Spiel, einer Bar mit live Blues-Musikern und einem deutschen Oktoberfest (!), sahen den Superbowl, hatten Spaß an einem Spiele-Abend und feierten meinen 20. Geburtstag, Silvester und den Unabhängigkeitstag. Sogar eine Strandtaufe durfte ich miterleben…
Meine Kumpels der "Small Group" von IBBBeim Baseball mit Freunden aus der IBB "small group"Pokern mit der IBB "small group"

Ein paar Leute lernte ich außerdem noch über Couch Surfing, eine Internetplattform für Reisende, kennen (das Prinzip erklärte ich in einem früheren Artikel). Diese spazierten mit mir z.B. entlang des berühmten South Beach, nahmen mich mit auf den Schießstand, besichtigten gemeinsam mit mir „Villa Vizcaya“ oder zeigten mir Little Havanna.
Mit "Couch Surfern" am South BeachBeim Schießstand zusammen mit einem "Couch Surfer"In Little Havanna mit einem Couch Surfer, der später einer meiner besten Freunde wurde...
Mit einem von Ihnen freundete ich mich sogar so gut an, dass wir an Halloween gemeinsam eine Reise zu „Halloween Horror Nights“ in den Universal Studios in Orlando unternahmen (und auf dem Hinweg eine Panne mit dem Auto hatten).
Reifenpanne auf dem HighwayUnser Motel in OrlandoUniversal Studios in Orlando

Im Dezember schloss ich mich einer Feldhockeymannschaft an, wobei ich am Training ab Frühling nur noch selten teilnahm, da ich bei dem schwül-drückenden Wetter fast immer mit Kopfschmerzen nach Hause kam – egal, wie hydriert ich mich hielt. Fürs Sport treiben kann ich Miami also nicht empfehlen…
Einige Spieler meiner Hockeymannschaft "Miami Surf" und ich bei einem Turnier in MiamiiMannschaftsfoto auf einem Turnier in Miami (das sind nur die Hälfte der Spieler)
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Abhängigkeit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten:

Obwohl ich meist jemanden fand, um einen Ausflug zu machen, saß ich an manchen Wochenende halt doch alleine zu Hause. Dann den Bus zu nehmen hätte zu viel Zeit gekostet, da wie gesagt alle Touristenattraktionen weit vom Kinderheim entfernt sind und viele von ihnen schon um 17 Uhr an den Wochenenden schließen.
Diese Abhängigkeit machte mir manchmal schwer zu schaffen. Mal eben schnell zu Walmart fahren ging halt nicht. Ich musste mich immer nach anderen Menschen richten oder meine Freunde anrufen, was ich dann aber doch nicht so oft tat, da ich sie nicht ausnutzen wollte. Das ging mir echt auf die Nerven…
Zumindest meine Lebensmittel bekam ich jeden Donnerstag geliefert, nachdem ich dem Kinderheim wöchentlich durch eine E-Mail mitteilte, was ich brauche. Diese Lieferungen waren manchmal aber nur halb vollständig oder kamen einige Male gar nicht an. Außerdem war es im Voraus nicht immer leicht, alles genau abzuschätzen. Versteht ihr jetzt, warum mich die Abhängigkeit störte?
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Kirche und Glaube:

Da ich zwei Kirchen im Wechsel besuchte und fast all meine Freunde Gläubige waren, setzte ich mich während meines Aufenthalts automatisch mit dem Thema Glaube, Gott und Christentum auseinander. Hierzu öffnete ich mich den religiösen Ansichten meiner Freunde und hinterfragte diese kritisch. Ein Jahr lang lebte ich „unter ihnen“ und studierte ihre Ideologie.
Dabei beobachtete ich, dass sie stets aus reiner Nächstenliebe und Überzeugung handeln, mich als Nichtgläubigen nie verurteilten und sich nicht als „besser“, als andere Menschen sehen. Andersherum gibt es leider viele Vorurteile gegenüber Christen in der Gesellschaft.
Ebenfalls möchte ich betonen, dass ich nie das Gefühl hatte, dass mir irgendjemand versuchte, die Religion aufzuzwingen. Klar sprachen mich Freunde hin und wieder darauf an, aber nur weil sie sich Gedanken um mich machten (nach christl. Sicht landet jeder, der Jesus vor seinem Tod nicht als persönlichen Herr und Erlöser „akzeptiert“, in der Hölle und brennt für die Ewigkeit).

Als dann aber die Mitglieder der sehr fundamentalistisch ausgerichteten Kirchen von der Schöpfungslehre (über die ich mir einen Vortrag anhörte), der angeblich vor 4000 Jahren stattgefundenen Sintflut, der vorgeschriebenen Keuschheit und dem Ende der Welt redeten, fragte ich mich zeitweilig doch, wo ich gelandet bin. Die Chefin vom After-School-Program nannte Homosexualität sogar eine „vererbbare Krankheit“…
"Evolution - Die Lüge" ist der Titel dieses Buches...Worship im "Life Gate Christian Center", bevor wir einen Vortrag über die Schöpfungslehre hörten..Im Vortrag über die Schöpfungslehre wurde Darwin als Rassist bezeichnet..

Glaube hin oder her: besonders die „IBB small group“ half mir, ein besserer Mensch zu werden. Schließlich stimmen alle christlichen Werte, die von Gläubigen angestrebt werden, mit den Sozialkompetenzen, die ein Mensch idealerweise besitzen sollte, überein.
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Arbeit im Kinderheim:

Nur die wenigsten der Kinder, die im Kinderheim leben, sind Waisen. Die meisten wurden eingewiesen, da in ihrer Familie (also nicht zwangsweise an ihnen) einer der Fälle auftrat: Gewalt, Drogenkonsum, Vergewaltigung, Festnahme oder starke Vernachlässigung oder sie wurden vom Sozialamt der Familie weggenommen, um genau diese Sachen zu verhindern.

Ich habe so einige traurige Schicksale mitbekommen. Dass ich nicht zaubern und diese Geschehnisse rückgängig machen kann, war mir durchaus bewusst. Deshalb sah ich die Vergangenheit als abgeschlossen und blickte positiv in die Zukunft, denn ich leistete ja meinen Freiwilligendienst, um den Kindern zu helfen, sie glücklich zu machen und ihnen Liebe zu schenken, damit sie ein besseres Leben haben. Als Helfer jeden Tag über das Geschehene Anderer zu trauern; das würde nicht viel verbessern.
—> Resultat davon ist nämlich, dass die Kinder zu sehr zu Opfern gemacht werden. Das sind sie zwar einerseits, andererseits muss man ihnen das aber nicht jeden Tag auf die Nase binden. Weil dann glauben sie, dass ihnen die Welt ALLES schuldet, weil sie ja so viel verpasst haben. So funktioniert das Leben aber leider nicht.
Von den kleinen Kindern bekam ich sehr viel Liebe zurück.
Eins wurde mir bewusst: Kinder zu lieben, bedeutet auch, sie konsequent zu bestrafen. Das ging meiner Meinung nach im Kinderheim manchmal unter. Nach dem Motto „the poor kids have gone through so much…“ („die armen Kinder mussten so viel durchmachen“), kamen sie besonders in der Schule (gehört mit zum Kinderheim) oft ohne richtige Bestrafung davon, an Weihnachten gab es übermäßig viele Geschenke und trotz Fehlverhalten wurden sie fast nie von eigentlich belohnenden Ausflügen/Aktivitäten ausgeschlossen.
Dennoch muss ich an dieser Stelle betonen, dass sich im Kinderheim mit unglaublich viel Liebe und Fürsorge um die Kleinen gekümmert wird und „His House“ wirklich ein Ort ist, an dem „Wunden heilen“.

Während meines Aufenthalts sah ich Kinder kommen und gehen. Einige Male war ich sogar vor Ort, als sie frisch ankamen. So auch bei zwei Geschwistern, die von der Mutter so vernachlässigt wurden, dass sie in der motorischen und sprachlichen Entwicklung verspätet waren. Ich weiß noch genau, wie der damals dreijährige Junge einfach auf dem Fußboden saß, niemanden anguckte und selbst als man ihn kitzelte nicht einmal lächelte.
Tage später lachte er dann zum ersten Mal, als er sich in einem Autospiegel sah. In den folgenden Monaten übte ich mit ihm das Laufen und Sprechen und durfte beobachten, wie wieder Leben in sein kleines Herz kam und er sich zu einem aufgeweckten Kind entwickelte, das am Ende meines Aufenthalts sofort meinen Namen rief und mir entgegen rannte, wenn es auch nur aus der Entfernung meine Stimme hörte.

Diese und weitere schöne Momente mit den Kindern lehrten mich, den Augenblick zu genießen und im jetzt zu leben. Außerdem weiß ich heute meine Familie und Erziehung viel mehr zu schätzen.

Hin und wieder musste ich dann doch mal schlucken. Z.B. sollten die Kinder in der Vorschule zum Valentinstag auf ein ausgeschnittenes Herz aufschreiben, was für sie Liebe bedeutet. Ein Waisenjunge aus Haiti schrieb „Love is having my mom in my heart even though she died.“ („Liebe ist, dass ich meine Mama in meinem Herzen habe, obwohl sie gestorben ist”).
"Love is having my mom in my heart even though she died", schrieb ein Waise aus Haiti.
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Arbeit in der Schule des Kinderheims:

Um zu erahnen, dass es nicht leicht ist, mit diesen „special needs children“ zu arbeiten und dass sie Verhaltensauffälligkeiten aufweisen, dafür muss man kein Raketenwissenschaftler sein.
Dementsprechend hart war meine Arbeit in der Schule des Kinderheims, in der ich anfangs 45 und dann nach Gesprächen darüber, was man in Deutschland unter „40 Stunden Vertrag“ versteht, 43 und schlussendlich 40 Stunden pro Woche verbrachte. Darauf vorbereitet wurde ich in speziellen Fortbildungen.
Diese konnte ich gut gebrauchen, denn so respektlose und freche Kinder, wie ich sie dort antraf, hatte ich in meinem Leben nie zuvor gesehen. Ich wurde von 2. Klässlern beleidigt und beschimpft; ich solle zurück nach Deutschland gehen.
"His House Academy", die Schule des Kinderheims...Natürlich mussten in der Schule die US-Flagge und die christliche Flagge hängen...Der Schulalltag war nicht immer einfach (auf das Bild klicken, um zum Artikel zu gelangen)
Wie gesagt ist daran aber teilweise die Schule selbst schuld, da sie sich wie oben erwähnt zu viel gefallen lässt von den Kindern. In einer Klasse hat der Lehrer z.B. überhaupt keine Autorität mehr über die Schüler. Dort regierten die Pimpfe. Ich habe gesehen, wie gut erzogene Kinder, die neu in die Schule kamen, sich nach und nach schlechter benahmen und welche Auswirkung es auf Schüler hat, wenn sie wissen, dass es fast keine Konsequenzen für ihr Verhalten hat.
Über dieses Phänomen und den Versuch, zu erklären, warum sich Kinder in der Schule schlecht benehmen, schrieb ich damals mit viel Mühe einen Artikel.

Da keine Erfahrung eine schlechte Erfahrung ist, habe ich auch davon etwas gelernt: und zwar, wie weit ich es später als Lehrer auf jeden Fall nicht kommen lassen werde.
Darüber hinaus habe ich ein „dickes Fell“ bezüglich des Themas misbehavior (Ungezogenheit) bekommen und bin gut für meinen zukünftigen Beruf als Lehrer vorbereitet – denn so leicht kann mich ein Schüler jetzt nicht aus der Fassung bringen…
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Weitere Highlights:

Ein ungewolltes, tropisches Erlebnis verlieh mir dieser Kamerad hier:
Diese Schlange überraschte mich in meinem Schlafzimmer!Die Schlange in Angriffsposition unter meinem Bett...
Jep, eine Schlange. Eines Abends erschreckte mich doch wirklich eine Schlange auf dem Fußboden meines Schlafzimmers.

Im Februar rette ich einem Lehrer in letzter Minute das Leben. Was geschah könnt ihr –> hier <– lesen!
Solch ein Erlebnis macht eher weniger Spaß...

Natürlich gab es auch positive Highlights. Und zwar kamen mich im März meine Eltern besuchen und begaben sich mit mir auf eine zweiwöchige Florida Rundreise und im Mai schauten meine Tante und ihr Mann auch vorbei!
Meine Eltern, der Pastor der Kapelle auf dem Campus mit seiner Frau und ich..Mit meinen Eltern in einem "Denny's" RestaurantMeine Tante und ich

Ich sah das wahrscheinlich am stärksten dekorierte Haus (Halloween / Weihnachten) und (am Memorial Day) den patriotischsten Kuchen in ganz Miami:
Das Wohnzimmer dekoriert für Halloween...So sah der Wohnbereich des Hauses aus!Diesen Kuchen brachte eine Freiwillige am Memorial Day zur Schule mit

Im November lud mich eine Familie aus der Kirche zu einem traditionellen Thanksgiving Dinner ein.
Ja, DAS ist ein Truthahn...Mit all diesen Menschen aus der Kirche durfte ich Thanksgiving feiern...Das hat unglaublich gut geschmeckt!

Um für ein paar Tage abzuschalten, besuchte ich im Dezember New Orleans, die Stadt des Jazz. Dabei war der Hinflug ein Erlebnis an sich und auch beim Rückflug gab es – eigenverschuldete – Komplikationen.
Vor dem Jackson Square in New OrleansDie Straßenbahn in New Orleans ist besonders bei den Touristen sehr beliebt..Selbst die Straßenmusiker in New Orleans sind ein Genuss!

Im April nahm ich an einem besonderen Event der IBB-Kirche teil: ich fuhr mit meinen Kumpels zum Lake Placid für ein „retreat“. Was genau das ist, steht –> hier <–.
Mit Kumpels am Lake PlacidJa, das Lernen kam nicht zu kurz auf dem retreat...Wir warn trotzdem im Wasser!

Auch kulinarisch gab es eine Überraschung: Jede Woche aß ich im 4-Wochen-Rhythmus in einem anderen Haus auf dem Campus Abendbrot.
Als das Haus, in dem die Kinder aus Haiti untergebracht sind, mal wieder an der Reihe war, wurden mir Hähnchenfüße serviert. Das sah zwar komisch aus und auch das Ablutschen der einzelnen „Finger“ war ein wenig gewöhnungsbedürftig, schmeckte aber sehr gut!
Hmmm... Lecker Hähnchenfüße!

Nie vergessen werde ich, wie ich zwei Mal für je 8 Stunden einen Polizisten auf seiner Streife und für 5 Tage einige Sozialarbeiter u.A. bei Hausbesuchen begleiten durfte.
Auf Streife mit einem Polizisten in Miami!

Ich lernte den weltberühmten Verschwörungstheoretiker Andrew Meyer und seine Freundin kennen bzw. befreundete mich mit ihnen. Sie gingen mit mir zur berühmten Ocean Drive und nahmen mich mit auf eine kleine Kanu-Tour, in eine Reggae Bar und zu einem Kabbalah-Center.
Andrew und ich auf einer Liegen eines teueren Hotels (in dem wir natürlich keine Gäste waren) in South BeachAndrew, seine Freundin Thelma und ich in einem Kabbalah Center
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Baltimore:

Im Anschluss an meinen Freiwilligendienst in Miami, half ich einen Monat lang im Sommercamp einer Kirche in Baltimore aus.
Dort hatte ich die Ehre, den Bischof von Maryland, seine nette Frau und ihren Sohn kennenzulernen, startete mit etwas Hilfe meine ersten Kochversuche und erhielt die Gelegenheit, die Ansichten der Baptisten mit denen der Lutheraner zu vergleichen.
Bischof Wolfgang, seine Frau Pastorin Margaret, Sohn Joseff und ich in BaltimoreCheesesteak essen mit der Betreuer-Crew des Sommer CampsGruppenfoto mit den Kindern des "Music Camps" in Baltimore
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Reisen:

Um meinen USA Aufenthalt abzurunden, besichtigte ich Washington, Philadelphia und New York City, wo ich die Auswirkungen des Hurrikane Irene zu spüren bekam.
Auf einem Segway in Washington D.C.LOVE am Fairmount Park in PhiladelphiaIn New York City am Times Square
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Wenn ich mein Leben noch ein Mal leben könnte, würde ich dann alles noch mal genauso machen… äh… ich meine… würde ich dann wieder das gleiche FSJ machen?

Auf jeden Fall! Ich bereue meine Entscheidung keineswegs und denke sehr gerne an die schöne Zeit zurück. Ein Ort mit besseren öffentlichen Verkehrsmitteln wäre allerdings nächstes Mal ganz schön.
Mein Aufenthalt gab mir die Möglichkeit, einen einmaligen Einblick in die US-Kultur zu erhalten, noch mehr Erfahrung im Umgang mit Kindern zu sammeln und natürlich meine Sprachkenntnisse stark zu verbessern.

Eine humoristische Sache noch zum Schluss:

Das erste, was wir in der Grundschule in Englisch lernen, war „he, she, it, das ‚s‘ muss mit“ und dass für die Mehrzahl „ihr“ im englischen lediglich „you“ verwendet wird.
Beide Regeln scheinen im amerikanischen Slang überhaupt nicht zu existieren. Sätze wie „Ya guys come over here“, „What’s wrong with ya“ oder „He ain’t like to talk” sind dort an der Tagesordnung. Auch doppelte Verneinungen wie “We don’t have no food“ werden gerne verwendet.
Neu für mich war, dass „I am going to tell on you!“ („Ich werde dich verpetzen!“) nicht nur verkürzt werden kann auf „I’m gonna tell on you!“, sondern sogar auf „I’m ‘a tell!“ – täglich zu beobachten, wenn man den Kindern zuhört…

Und wie geht’s nun weiter?!

Gerade mal 4 Wochen, nachdem ich zurück in Berlin war, packte ich erneut meine Koffer, um mein nächstes Abenteuer zu starten: ich werde Vermittlungswissenschaften (der Bachelor, den man zum Master Lehramt braucht) mit den Fächern Musik und Englisch an der Universität Flensburg studieren!!
Bevor es aber morgens mit dem Auto losging, zerschnitt ich symbolisch mein Armand, das ich seit Juni 2009 trug. Damals arbeitete ich als Betreuer in einem Kinderferienlager und realisierte, dass ich mein Leben lang mit Kindern arbeiten möchte. Deshalb beschloss ich, das Armband solange zu tragen, bis ich eine Zusage für einen Studienplatz habe.
Auf nach Flensburg!Beim symbolischen Durchschneiden meines ArmbandesMein neues Zimmer im Studentenwohnheim
Nun geht dieser Traum in Erfüllung und es beginnt ein neuer Lebensabschnitt.
Wer wissen will, wie die Uni mit dem schönsten Campus Deutschlands aussieht, kann –> hier <– eine Bildergalerie sehen.

Das schöne kleine Flensburg...

Somit endet mein Blog hier.
Ich bedanke mich bei insgesamt rund 10.000 Lesern!

Statistik des Blogs insgesamt (der Monat Oktober beginnt ja erst)

Verfasst von: kinginmiami | 22. September 2011

Abschied von Baltimore und 7 Tage in New York City

Nach meinem vierwöchigen Freiwilligendienst in Baltimore durfte ich die mir zur Verfügung gestellte Wohnung als „Hauptquartier“ nutzen und pendelte von dort aus für jeweils einige Tage nach Washington und Philadelphia und war zum Wochenende für die Gottesdienste zurück in Baltimore.
Meinen USA-Aufenthalt wollte ich mit der Stadt beenden, die man bei einem Besuch der Ostküste auf jeden Fall gesehen haben muss.

Vorher aber ging ich mit Bischof Wolfgang und seiner Frau Pastorin Margaret, in deren Sommercamp ich mithalf, ihrem Sohn Josef und Jim, einem Mitglieder der Kirchengemeinde, im deutschen Restaurant „Prost“ zum Abschied essen.
Außerdem wurde ich nach dem letzten Gottesdienst vor meiner endgültigen Abreise mit einer „Thank you“-Torte überrascht.
Abschied in Baltimore - Essen im Deutschen Restaurant "Prost""Thank You"-Torte beim letzten Gottesdienst in BaltimoreAbschied in Baltimore - Jim, Ich und Pastorin Margaret

New York City

Tag 1:

Eine Zugfahrt von Baltimore nach New York City kostet 70 Dollar und mehr; mit dem Bus allerdings nur 13 Dollar (bzw. 23 Dollar mit 2 Gepäckstücken). Also überlegte ich nicht lange und buchte über Greyhound Express eher unbewusst eine Fahrt mit dem Peter Pan Bus, der Tochterfirma von Greyhound.
So ganz schnell flog dieser natürlich nicht ans Ziel, sodass ich nach knapp 4 Stunden Fahrt in einem unbequemen, engen Bus in New York ankam – nur eine halbe Stunde nachdem die Stadt von einem Erdbeben überrascht wurde! In dem Bus war davon jedenfalls auf der Autobahn nicht viel zu spüren.
Bei einer Naturkatastrophe während meines Aufenthalts sollte es nicht bleiben, aber dazu später…

Vom Busbahnhof musste ich zunächst mit der U-Bahn nach Brooklyn zu meinem Hostel fahren, was mit zwei großen Reisetaschen und einem Rucksack + Laptoptasche auf dem Rücken eine große Herausforderung darstellte, die ich – mit etwas rumfluchen – meisterte.

Eigentlich hoffte ich darauf, über Couch Surfing irgendwo übernachten zu können, habe aber wiedermal feststellen müssen, dass man sich dafür weit über eine Woche vorher bewerben muss. Naja, auf diese Weise zahlte ich – für New York preiswerte – umgerechnet 50 Euro pro Nacht für ein einfaches, aber gemütlichens Hostel, in dem ich nette Reisende kennenlernte.
Hostel "Putnam" in Brookyln, New YorkHostel "Putnam" in Brookyln, New York

Als ich in Brooklyn aus der U-Bahn stieg, erwartete mich schon erst mal ein kleiner Kulturschock.  Brooklyn ist nicht wirklich DER Touristen-Bezirk und galt früher mal als eine der gefährlicheren Gegenden, die man besser meiden sollte.
Brookyln, New York CityBrookyln, New York CityBrookyln, New York City

Es war schon früher Abend, also entschied ich mich spontan, gemeinsam mit einem anderen Reisenden, den ich gerade erst kennengelernt hatte, über die berühmte Brooklyn-Bridge zu laufen…
Brooklyn Bridge mit Blick auf Brooklyn (Richtung Osten)Blick von der Brooklyn Bridge auf Lower ManhattanBlick auf die Manhattan Bridge von der Brooklyn Bridge aus

… und fuhr im Anschluss mit der U-Bahn alleine zum Times Square. Bilder sagen mehr als tausend Worte:
Am Times Square in Manhattan, New York CityTimes Square, Manhattan, New York CityTimes Square in Manhattan, New York City

Natürlich sah ich auch „Naked Cowboy“, wobei ich stark anzweifle, ob das denn der Echte war. Denn der Naked Cowboy, der seit 10 Jahren am Times Square auftritt und übrigens 2012 als US-Präsident kandidert (!), ist ehemaliger Bodybuilder und hat einen besseren Körper, als diese Witzfigur hier:
Fake Naked Cowboy (?) am Times Square in New York City...Fake Naked Cowboy (?) am Times Square in New York City...Fake Naked Cowboy (?) am Times Square in New York City...

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Tag 2:

Nach längerer Studie meines Lonely Planet (wofür ich vor meiner Reise keine Zeit hatte), entschloss ich mich, an diesem Tag Lower Manhatten abzugrasen.
Als erstes auf meiner Liste stand die Wall Street, in der sich zahlreiche Banken und die weltgrößte Börse, die New York Stock Exchange, befinden. Außerdem steht dort die Trinity Church, die dem ein oder anderen vielleicht aus dem Film „Vermächtnis der Tempelritter“ bekannt ist.
Deutsche Bank an der Wall Street in New York CityNew York Stock Exchange an der Wall Street in New York CityTrinity Church an der Wall Street in New York City
Nach einem kurzen Spaziergang über den Friedhof aß ich für 5 Dollar einen großen Gyros-Teller auf den Treppen des Federal Hill National Memorial – dem Gebäude, in dem damals George Washington seinen Amtseid als erster Präsident der USA ableistet und die Bill of Rights verabschiedet wurde. Essen kann man in New York auf den Straßen immer gut und günstig bei den sogenannten „Food Trucks“.
Federal Hill National Memorial an der Wall Street in New York CitySogenannter "Food Truck" an der Wall Street in New York City5 Dollar Gyros Teller gekauft an einem "Food Truck" an der Wall Street

Von dort aus lief ich an der berühmten Bronzestatue Wall Street Bull vorbei zum Battery Park, in dem ich zufällig auf das temporäre 9/11 Mahnmal stieß. „The Sphere“, wie sie von den Amerikanern genannt wird, stand einst im Plaza der Zwillingstürme und war ein Zeichen für den Weltfrieden durch Handel. Bei den Anschlägen am 11. September wurde sie zwar stark beschädigt, aber nicht zerstört und ist seitdem Zielort des Gedenkens an die Opfer der Terroranschläge.
Rechtzeitig zur Eröffnung des World Trade Center Memorials wurde sie mittlerweile übrigens zurück zu ihrem ursprünglichen Aufstellungsort gebracht.
"The Sphere" im Battery Park in Lower Manhattan, NYC

Nach einem leckeren Smoothie, den man ebenfalls an vielen kleinen Trucks auf der Straße kaufen kann, nahm ich die (kostenlose!) Staten Island Ferry nach… richtig, Staten Island. Hierbei gilt: der Weg ist das Ziel. Denn auf Staten Island ist neben einem September 11 Memorial und einer netten Promenade nicht wirklich viel zu sehen, jedoch kommt man auf der Überfahrt direkt an der Freiheitsstatue vorbei und hat einen tollen Panorama Blick auf die Skyline New Yorks.
Panorama von New York City inklusive FreiheitsstatueSeptember 11 Memorial auf Staten Island in New YorkPromenade auf Staten Island mit Blick auf Manhattan, New York City

Zurück in Manhattan besuchte ich das 9/11 Memorial Preview Site, also mehr oder weniger das temporäre 9/11 Museum, das über den Bau des – heute fertiggestellten – 9/11 Memorials informiert.
Hier ein Modell:
Modell des fertigen 911 Memorials zu sehen im 911 Memorial Preview Site

Außerdem wird ein neues World Trade Center mit dem Namen „Freedom Tower“ gebaut, das bei Fertigstellung mit der Antenne 1776 Fuß hoch sein soll. Na, klingelts bei den Historikern? Richtig, 1776 ist das Jahr, in dem die Unabhängigkeitserklärung der USA unterzeichnet wurde, worüber ich nebenbei bemerkt in meinem letzten Artikel berichtete.
Damit wird das auch „World Trade Center One“ genannte Gebäude rund 100 Meter höher als das Empire State Building und – vielleicht auch ein wenig aus Trotz – 15 Meter höher, als das ehemalige World Trade Center mit Antenne sein.
Und so soll er eines Tages aussehen (der Turm ganz links):
World Trade Center One / Freedom TowerWorld Trade Center One / Freedom Tower

Im Anschluss an das Museum fuhr ich noch mal zum Times Square, um dort im „Planet Hollywood“ meinen im Voraus bestellten New York Pass abzuholen. Mit diesem Pass kann man für 1, 3 oder 5 Tage so ziemlich alle interessanten Sehenswürdigkeiten in New York besichtigen – und zahlt nur ein Mal für den Pass.
Die 125 Dollar (Preise variieren ständig) erschienen mir zwar erst recht viel, rechneten sich aber doch relativ schnell, da man sonst allein schon 50 Dollar blechen muss, um auf die Aussichtsplattform des Empire State Buildings und Rockefeller Centers zu gelangen.

Abends tauschte ich mich im Hostel mit ein paar Reisenden aus, die vorschlugen, dass wir am nächsten Tag doch was zusammen unternehmen sollten…

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Tag 3:

… Gesagt, getan.
Wenn man zu viert ist, dauert es schon mal viel länger, bis man aus dem Haus kommt. Nach einem schnellen Frühstück im Dunkin‘ Donuts war es dann fast Mittag, als wir endlich in der U-Bahn Richtung Manhattan saßen.
Kaum aus der U-Bahn ausgestiegen, fing es nach ein paar Blocks an, wie aus Eimern zu schütten, sodass wir uns in eine Bank flüchten mussten. Da standen wir also: ein Spanier, ein Pole und zwei Deutsche, die sich nicht entscheiden konnten, was sie denn nun machen wollen – denn die geplante Boots-Rundfahrt konnten wir schon mal sicher streichen…
Pouring rain in New York City

Über den Hurricane, der die Stadt angeblich zwei bis drei Tage später treffen sollte, war noch nicht viel bekannt, weshalb ich meinen New York Pass unbedingt einlösen und nicht einen weiteren Tag warten wollte. Sprich: ich fühlte mich ein wenig gezwungen, in die etwas teureren Attraktionen zu gehen, damit sich der Pass rentiert; die andern Reisenden hatten den Pass natürlich nicht und wollten nicht so viel ausgeben.
In diesem Moment bereute ich es ein wenig, den Pass gekauft zu haben, da ich nun nicht mehr wirklich flexibel war und es alles kompliziert machte. Sightseeing ist alleine halt doch am einfachsten…

Nach langem hin und her entschieden wir uns, ins MoMa (Museum of Modern Art) zu gehen, wo ich meinen Pass aktivierte und wir uns schließlich doch entschieden, uns zu trennen, damit jeder in seinem eigenen Tempo durchgehen kann.

Nur wenige Blocks entfernt nahm ich am späteren Nachmittag an einer Führung durch die NBC Studios teil, die sehr nett war, aber bestimmt beeindruckender ist, wenn man die ganzen Shows kennt, deren Studios man sieht…
NBC

Anschließend lief ich zurück zum MoMa, um dort dem Konzert des Gamelan-Orchesters „Dharma Sware“ zu lauschen. Gamelan ist eine Gruppe von über tausend Jahre alten, traditionellen Musikstilen aus Java und Bali.
Gamelan-Orchester im MoMa in New York CityGamelan-Orchester im MoMa in New York City

Um den Tag abzurunden, fuhr ich danach auf die Aussichtsplattform „Top of the Rock“ des Rockefeller Centers, um von dort aus den Sonnenuntergang zu beobachten und einen atemberaubenden Ausblick über New York zu genießen.
Blick vom Rockefeller Center aus auf Lower Manhattan inkl. Empire State BuildingBlick vom Rockefeller Center aus auf den Central Park in NYCLower Manhattan bei Nacht

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Tag 4:

Diesen Tag hatte ich ein extrem straffes Programm:
Morgens um 9 Uhr ging es gleich los mit einer geführten Fahrradtour durch den Central Park. Ich muss zugeben, dass ich jetzt gut verstehen kann, warum dieser künstlich angelegte Park oft als friedliche Oase bzw. Rückzugsort im hektischen Betonjungel New York beschrieben wird.
Im Bild rechts ist übrigens der Springbrunnen im „Bethesda Terrace“ zu sehen. Er dürfte aus Filmen wie Stuart Little 2, Kevin allein in New York und Buddy der Weihnachtself bekannt sein. Dies ist übrigens die einzige Stelle im Central Park, an der man keine Hochhäuser im Hintergrund sieht.
Central Park in Manhattan, New York City"The Mall" im Central Park in Manhattan, NYCSpringbrunnen in "Bethesda Terrace" im Central Park in NYC

Sofort nach der Tour bin ich zur U-Bahn gehetzt, um zum Hudson River zu fahren, von wo aus meine dreistündige Manhattan Sightseeing Cruise in See stach. Erneut passierte ich die Freiheitsstatue und sah Manhattan – wortwörtlich – von allen Seiten. Dadurch wurde mir noch viel bewusster, wie riesig New York City eigentlich ist.
Ich glaube, hierfür brauche ich wohl keine Beschreibung...George Washinton Bridge mit der Skyline New Yorks im HintergrundWestliches Manhattan, NYC

Ohne Pause ging es gleich weiter auf den Flugzeugträger Intrepid, der im Zweiten Weltkrieg und im Vietnamkrieg eingesetzt wurde und heute Hauptbestandteil des „Sea, Air & Space Museums“ ist.
Des Weiteren ist dort ein U-Boot mit (ehemals) atomaren Marschflugkörpern, eine Concord und viele weitere Flugzeuge und Helikopter zu bewundern.
Ein Besuch ist das Museum auf jeden Fall wert!!
Intrepid am Pier 86 in Manhattan, NYCHubschrauber auf dem Flugzeugträger "Intrepid" am Pier 86 in Manhattan, NYCU-Boot mit atomarem Marschflugkörper im "Sea, Air and Space Museum" in Manhattan

Schon in Berlin wollte ich gerne zu der „Körperwelten“-Ausstellung, habe es aber nie geschafft. Deswegen besuchte „Bodys – The Exhibition“, wo der menschliche Körper ebenfalls in einmaliger Weise zu betrachten ist.
Bodies - The Exhibition

Um den Tag komplett auszunutzen, erklomm ich abends das Empire State Building, wie es einst mein Namensbruder King Kong tat. Naja gut, ich nahm den Aufzug…
Die Aussichtsplattform war natürlich stark überfüllt; ein tolles Panorama gab es aber trotzdem.
Eingang des Empire State BuildingsDer Hudson River bei Nacht - Blick vom Empire State Building ausLower Manhattanr bei Nacht - Blick vom Empire State Building aus

Nur weil es ohnehin in meinem New York Pass inbegriffen war, probierte ich den „New York Skyride“ aus; eines von diesen Kinos, in denen die Sitze ruckeln und man das Gefühl haben soll, durch New York zu fliegen.
Als Gratis-Unterhaltung war das ganz ok, aber die im Normalfall berechneten 42 Dollar hätte ich niemals dafür bezahlt!

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Tag 5:

Eigentlich hätte ich den gesamten Tag mit meinem New York Pass in Attraktionen gehen können – wäre da nicht Hurricane Irene im Anmarsch gewesen, der zwar erst am nächsten Tag New York treffen sollte, aber trotzdem Ursache dafür war, dass bereits an diesem Tag ab 12 Uhr mittags alle Busse und U-Bahnen stillgelegt wurden, was im Voraus niemand glauben wollte.
Wäre ich also, mal ganz abgesehen vom gegenwärtigen starken Wind und Regen, nach Manhattan gelaufen, hätte ich dort vor geschlossenen Türen gestanden – denn wenn es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, wie sollen dann die Angestellten zur Arbeit kommen?
"Hurricane Party" im Hostel in Brooklyn
Somit blieb ich – außer zum Mittagessen in der nahegelegenen Pizzeria – den ganzen Tag im Hostel, wo ich an meinem Laptop arbeitete und mit den anderen Reisenden quatschte.
Abends spielten wir Poker und nannten dies unsere „Hurricane Party“. Darüber berichtete ich bereits in meinem vorletzten Artikel.

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Tag 6:

Da es nichts zu tun gab und man eh nichts machen konnte, schlief ich so lange aus, wie noch nie. Von dem Hurrikane, der schlussendlich ja doch nur ein tropischer Regensturm war, bekam ich gar nichts mit.
Erst beim Frühstück erfuhr ich, dass der Keller nachts knöchelhoch unter Wasser stand und mitten in der Nacht Sandsäcke besorgt werden mussten…

Es blieb bei einem zweiten langweiligen Tag im Hostel, was mir zumindest genug Zeit gab, herauszufinden, wann und wie ich am nächsten Tag zum Flughafen kommen würde.
Ich wusste zwar, dass mein New York Aufenthalt einmalig werde würde, aber mit zwei Naturkatastrophen innerhalb von einer Woche hatte ich dann doch nicht gerechnet…

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Tag 7:

Um 10 Uhr morgens nahmen zum Glück die Öffentlichen Verkehrsmittel ihren Betrieb wieder auf, sodass ich für 5 Dollar noch schnell an einer Walking Tour des „Tribute WTC Visitor Centers“ teilnehmen konnte, auf der ich noch mehr über den Bau des neuen World Trade Centers und die Ereignisse des 11. Septembers erfuhr. Darüber hinaus erzählten uns die zwei freiwilligen Führer, wie sie persönlich 9/11 erlebten.
"Freedom Tower" / World Trade Center One ist gerade im Bau

Im Anschluss gings gleich zurück zum Hostel, um all mein Zeug zu holen und dann mit der U-Bahn zum Busbahnhof zu fahren. Von dort aus soll angeblich alle 15min ein Shuttle für 15 Dollar zum Flughafen Newark fahren. Um nicht unter Zeitdruck zu geraten, plante ich dennoch genügend Zeit ein.
Ich stand in der Warteschlange und der Bus kam und kam nicht. Nach einer Stunde fuhr dann endlich ein Shuttle vor, der aber bereits so voll war, dass nur noch wenige Leute zusteigen konnten. Da kommt man dann schon langsam ins Schwitzen und fängt an, sich mit den anderen Wartenden der Schlange auszutauschen. Einen Zug hätte ich nicht nehmen können, da nach dem Regensturm am Vortag noch einige der Gleise überflutet waren.
Schlussendlich teilte ich mir ein Taxi mit zwei Italienern und einem Kanadier und zahlte 20 Dollar für die Fahrt – also nur 5 Dollar mehr, als mit dem Bus. Wer weiß, wann der gekommen wäre…

Am Flughafen eilte ich zum Check-In, wo mir, nachdem ich in der Warteschlange fast starb, mitgeteilt wurde, dass mein Flug eine Stunde Verspätung hat. Tja, Ende gut, alles gut.
Nach einem Zwischenstopp in Reykjavik (ich flog mit Iceland Express) kam ich – nachdem ich 14 Monate in den USA war, gut am Flughafen Schönefeld an, wo mich meine Schwester bereits mit einem Schild „Dennis King – Hotel Mama“ erwartete…
Boing von Iceland Express Boing von Iceland Express Mit einem Schild "Dennis King - Hotel Mama" wurde ich von meiner Schwester am Flughafen begrüßt...

Somit ging ein spannendes und lehrreiches Auslandsjahr zu Ende.
Mehr abschließende Worte in meinem nächsten und letzten Artikel

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Verfasst von: kinginmiami | 2. September 2011

4 Tage in Philadelphia

Georg, einer meiner Blogleser, der damals bereits den Blog meines Bruders las, als dieser einen Freiwilligendienst in Vietnam machte, bot mir an, bei ihm in „Philly“ ein paar Tage zu übernachten, um die Stadt zu besichtigen.
Er ist ein Kinderarzt aus Deutschland, der gemeinsam mit seiner Familie durch ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft bereits seit 2 Jahren in den USA lebt, um dort im Forschungsbereich einer Uni zu arbeiten.
Für günstige 11 Dollar kaufte ich mir ein Greyhound-Busticket und reiste, drei Tage nachdem ich aus Washington D.C. zurück war, zur „City of Brotherly Love“.

Philadelphia:

Tag 1:

Als ich nach zwei Stunden Fahrt am Busbahnhof ankam, wartete Georg bereits auf mich und lief mit mir zum Reading Terminal Market. In dieser Markthalle in einem ehemaligen Bahnhof gibt es neben sämtlichen Nahrungsmitteln wie z.B. Brot, Käse, frischem Obst und Gemüse etc., relativ kostengünstig Speisen zum Mittagessen aus den verschiedensten Ländern zu kaufen.
Wir aßen ein, für Philadelphia berühmtes, Cheesesteak.
Reading Terminal Market in Philadelphia

Danach ging es mit der Straßenbahn zu Georg nach Hause. Ein Gepäckstück leichter und viele Informationen inklusive eines U-Bahn-Plans reicher, machte ich mich abends auf den Weg in die Stadt.
Dort sah ich die winzige, kopfsteingepflasterte Elfreth’s Alley – die älteste ununterbrochen bewohnte Straße der USA. Außerdem lief ich an der Christ Church, in die sich damals George Washington und Benjamin Franklin zum Beten zurück zogen, und dem Betsy Ross House, in dem angeblich die erste amerikanische Flagge genäht wurde, vorbei.
Elfreth’s Alley in PhiladelphiaChrist Church, PhiladelphiaBetsy Ross House, Philadelphia

Den Sonnenuntergang betrachtete ich vom nahegelegenen Penn’s Landing, der Uferpromenade am Delaware River mit Blick auf die Benjamin Fanklin Bridge. Auf dem Weg zur U-Bahn lief ich durch die nachts gut besuchte South Street, in der ich ein Thunfisch-Sandwich in einem Diner aß.
Penn's Landing, PhiladelphiaSouth Street, PhiladelphiaSouth Street, Philadelphia

Zurück in Georgs Haus lernte ich dann auch seine Frau Christine kennen.

Tag 2:

Christine war so nett, mich morgens in das Philadelphia Museum of Art, für das sie eine Jahreskarte hat, mitzunehmen. Dadurch kam ich kostenlos nicht nur in die Haupt-, sondern auch in die Sonderausstellung „Rembrandt and the Face of Jesus“.
In dieser Ausstellung wurden Werke Rembrandts gezeigt, die zu jener Zeit sehr schockierend waren, da viele der Portraits Jesus Christus erstmals mehr als Menschen, denn als Gottheit zeigten. Ich persönlich fand sie zwar ganz interessant, unbedingt gesehen haben muss man sie aber meiner Meinung nach nicht.

Sehenswerter fand ich persönlich mal wieder den Bereich „Modern and Contemporary Art“, obwohl man sich hier doch hin und wieder fragt, ob das Kunst sein soll (siehe Foto ganz rechts)…
Inside the Philadelphia Museum of ArtInside the Philadelphia Museum of ArtInside the Philadelphia Museum of Art - Das ist Kunst?

Vom Haupteingang aus hat man einen tollen Blick über den Benjamin Franklin Parkway und auf die Skyline Philadelphias. Außerdem sind dort die Stufen, die damals Sylvester Stallone im Film „Rocky“ hinauf joggte.
Haupteingang des Philadelphia Museum of ArtBlick vom Haupteingang des Philadelphia Museum of Art auf die Skyline PhiladelphiasBlick vom Haupteingang des Philadelphia Museum of Art auf die Skyline Philadelphias und den Benjamin Franklin Parkway
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Von dort aus lief ich zur Eastern State Penitentiary, der weltweit ersten richtigen Besserungsanstalt, die im Jahr 1829 eröffnet wurde.
Diese wurde absichtlich im Stil einer alten Festung gebaut, um die Bewohner der Stadt von Straftaten abzuschrecken – damals aber noch mit der Idee der totalen Isolierung (und Arbeit) jedes Insassen, wodurch man sich eine reumütige Besserung erhoffte.
Eastern State Penitentiary
Es stellte sich aber schnell heraus, dass dies nicht klappte und es nach kurzer Zeit mehr Inhaftierte, als Zellen gab. An das Gefängnis musste schließlich mehrfach angebaut und mehrere Personen in einer Zelle untergebracht werden, was natürlich auch mehr Probleme und Ausbruchversuche mit sich brachte.

Es war eins der teuersten und am häufigsten kopierten Gefängnisse der jungen USA; mehr als 300 Gefängnisse weltweit basieren auf dessen Grundriss.
Eastern State Penitentiary, PhiladelphiaEastern State Penitentiary, PhiladelphiaPrison cells inside Eastern State Penitentiary, Philadelphia

Ich empfehle auf jeden Fall, an einer der kostenlosen und sehr informativen Führungen teilzunehmen. Teil der Tour ist unter anderem die sehr luxuriös eingerichtete Zelle, in der Al Capone einst für acht Monate sitzen musste und die gefürchtete „Death Row“, in der die Gefangenen mit Todesstrafe untergebracht wurden.
Ein Besuch ist aus meiner Sicht eindeutig die 11 Dollar (mit $1 Coupon) wert.
Ehemalige Zelle von Al Capone im Eastern State Penitentiary, PhiladelphiaDeath Row im Eastern State Penitentiary, PhiladelphiaWatch tower inside Eastern State Penitentiary, Philadelphia
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Anschließend lief ich den Benjamin Franklin Parkway hinunter, machte eine kleine Pause am Logan Square, betrachtete das berühmte „Love“-Symbol am Fairmount Park und traf mich mit Georg im Restaurant „The Melting Pot“ zum Abendessen.
Dort kann man sich wochentags gut das Happy-Hour-Angebot gönnen: Käsefondue mit Brot, Gemüse und Äpfeln, einen Salat und Schokoladenfondue mit Obst und Kuchen für 19 Dollar.
Benjamin Franklin Parkway, PhiladelphiaLogan Square mit Blick auf City Hall, PhiladelphiaLOVE am Fairmount Park, Philadelphia

Danach gingen wir noch in eine Bar mit Live-Jazz Musik.
Live Jazz Music in a bar in Philadelphia

Tag 3:

Gemeinsam mit Georg nahm ich vormittags an einer Walking Tour über die „Murals“, also Kunstwerken an Wänden der Stadt, teil. Philadelphia ist nämlich angeblich auch die „Stadt der Murals“, wobei Georg eher glaubt, dass dieser Titel von den Touristeninformationen erfunden wurde. Wie auch immer.
Das in den 80er Jahren als Anti-Graffiti-Aktion gegründete Mural Arts Program ist heute der größte Arbeitgeber für Künstler in Philadelphia, bietet aber auch Möglichkeiten für soziale Projekte mit Arbeitslosen, Häftlingen und Schülern.
Mural in PhiladelphiaMural in PhiladelphiaMural in Philadelphia, an dem Obdachlose mitgearbeitet haben

Nach der fast 3 ½ stündigen (!) Tour, in der wir nur einige der weit über 2000 Murals sahen, war es Zeit für eine Stärkung. Also gingen wir zum Mittagessen erneut zum Reading Terminal Market.
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Nun war es Zeit für die „bekannten Sehenswürdigkeiten“.
Als Erstes besichtigte ich die Independence Hall, in der am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung der USA unterschrieben wurde. Diese Führung (ohne kommt man gar nicht rein) durch einen Ranger ist kostenlos; die „timed tickets“ müssen aber im Voraus im Independence Visitor Center abgeholt werden.
Obwohl ich eigentlich nicht sehr interessiert an Geschichte bin, war es doch ein besonderes Gefühl, in dem Raum zu stehen, in dem die Unterschriften einiger Männer vor mehr als 200 Jahren über das Schicksal der heutigen USA entschieden.
Independence Hall in PhiladelphiaRanger during free tour in Independence Hall, PhiladelphiaIn diesem Raum der Independence Hall in Philadelphia wurde 1776 die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben...
Im Gebäude nebenan, der Congress Hall, tagte der US-Kongress, als Philadelphia von 1790-1800 die Nationalhauptstadt war.

Als Zweites auf dem Plan stand die Liberty Bell.
Historiker und Patrioten werden mich dafür erschlagen, aber dies ist eine langweilige alte Glocke, was die Sicherheitskontrolle fast schonwieder lächerlich machte.
Die 943,5kg schwere Glocke wurde 1751 in London gegossen, wurde dann im Glockenstuhl der heutigen Independence Hall verwahrt und erklang zu wichtigen Ereignissen, z.B. der Verlesung der Unabhängigkeitserklärung.
Nachdem sie im 19. Jhd. bereits schwer beschädigt wurde, lies man sie 1846 zum Geburtstag George Washingtons schwingen und machte sie damit komplett unbrauchbar.
Liberty Bell inside the Liberty Bell Center in Philadelphia
Heute ist sie im Liberty Bell Center ausgestellt und ist ein internationales Symbol für Frieden – trotzdem ist es nicht mehr als nur eine Glocke… -.-
Für die Amis hat sie jedenfalls einen wirklich hohen patriotischen Wert, weshalb dort täglich viele Menschen hin pilgern.
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Um den Tag komplett auszunutzen, nahm ich abends an einer vom Independence Visitor Center organisierten, kostenlosen Walking Tour durch den Bereich des Independence National Historic Park teil, den ich bisher noch nicht gesehen hatte.

Tag 4:

Da ich meine Rückreise nach Baltimore erst für den Nachmittag gebucht hatte, blieb mir noch die Zeit, um mir etwas zu gönnen, was ich schon immer gerne mochte: Aussichtsplattformen! Ich will immer ganz nach oben (wer meinen Ehrgeiz kennt, weiß, dass das ein wenig zweideutig ist)…
Also ging ich zur City Hall am Penn Square, dem mit 167m höchsten gemauerten Gebäude ohne Stahlträger der Welt. Darauf steht eine 27t schwere Statue von William Penn, unter der sich eine Aussichtsplattform befindet, von der aus man für 5 Dollar einen tollen Panoramablick über die Stadt genießen kann.
City Hall am Penn Square in PhiladelphiaPanoramablick von der Aussichtsplattform der City Hall in PhiladelphiaPanoramablick auf den Fairmount Park und den Benjamin Franklin Parkway von der Aussichtsplattform der City Hall in Philadelphia

Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen bei einem der „food trucks“ nahe der Uni, brachte mich Georg zum Bahnhof, von wo aus mein Bus (dies mal „Megabus“ für $16,50) zurück nach Baltimore fuhr.

Damit ging ein sehr netter Besuch bei einer unglaublich
gastfreundlichen Familie zu Ende…
Zu Besuch bei den Stettners
Georg führt auch einen Blog. Wer mehr über seinen USA-Aufenthalt lesen will,
kann das gerne —> hier <— tun.

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Da ich grad‘ schon mal am Verlinken bin:

Mein Kumpel Steffen macht gerade Work & Travel in Australien und hat dort schon so einiges erlebt. Über seine Abenteuer schreibt er ebenfalls in einem —> Blog <— .
Steffen goes down underSteffen goes down underSteffen goes down under

Verfasst von: kinginmiami | 25. August 2011

Hurricane rast auf New York City zu

hurricane irene east coast

hurricane irene east coast hitting new york

Nachdem vorgestern ein Erdbeben in New York City nur eine Stunde bevor ich mit dem Bus ankam, zu spüren war, rast nun ein ziemlich ernster Hurricane (Irene) auf die Ost-Küste der USA zu. Er wird für Sonntag früh erwartet…
Ich hoffe sehr, dass die Auswirkungen nicht zu stark sein werden, da ich meinen Rückflug nach Deutschland am Montag habe.

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Update (Sonntag, 28.8., 16.00 Uhr):

Nachdem die letzten Tage groß Panik gemacht wurde, schwächte sich Irene lediglich zu einem tropischen Regensturm ab, bevor er New York traf. Zuvor wurde von einem Hurricane Stufe 1 gesprochen, was ja auch nicht wirklich extrem ist.
Umsonst also wurden die Wasservorräte in vielen Läden aufgekauft.

Andere New Yorker wiederum wollten die ganze Story gar nicht glauben und meinten, dass es die Medien lediglich hochpuschen. Diese haben sich dann aber ganz schön umgeguckt, als Menschen aus Teilen der Stadt evakuiert wurden und sowohl alle Bus-, als auch U-Bahn-Verbindungen ab Samstag Mittag lahmgelegt wurden!

Das ist wirklich eine kleine „Katastrophe“, die in der Geschichte New Yorks einmalig ist…

new york city after hurricane irene

Ja, Teile Manhattens stehen ein wenig unter Wasser und haben keinen Strom. N-TV hat es aber ganz gut zusammengefasst: „New York bleibt verschont„. Dort gibt es auch eine Bilderserie zu sehen.
Ich musste aber doch lachen, als ich in den letzten zwei Tagen auf den deutschen Nachrichtenseiten (bezogen auf New York City) Schlagzeilen wie „Es geht um Leben und Tod“ oder „die Bilder aus einem Katastrophenfilm tödliche Realität werden könnten“ las…

Hier im Hostel in Brookyln war von dem Sturm nicht viel zu spüren. Da es aber Samstag den ganzen Tag schüttete und wir ohne U-Bahn eh nirgendwo hin konnten, spielten wir (die anderen Reisenden und ich) halt den ganzen Abend Poker und machten das Beste draus. Wie nannten es aus Spaß eine „Hurricane Party“.
"Hurricane Party" im Hostel in Brooklyn während Hurricane Irene

Erst am nächsten Morgen habe ich erfahren, dass der Keller knöchelhoch unter Wasser stand und mitten in der Nacht Sandsäcke besorgt werden mussten…

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